Donnerstag, 17. November 2016

Update Schule (11/17/16)

Da melde ich mich mal wieder.
Am Donnerstag war das erste Quarter zuende. Das heißt, dass schon ein Viertel meiner Schulzeit hier um ist.
Insgesamt läuft es ziemlich gut in der Schule. Das liegt aber mitunter wohl daran, dass ich viele Dinge, die wir hier durchnehmen, schon im letzten bzw. vorletzten Schuljahr hatte.
Notenmäßig befinde ich mich zwischen A und C. Wie in Deutschland gibt es auch hier "-" und "+", aber leider kein A+...
Was für Noten habe ich? In Basic Foods, Yearbook, Concert Choir und US History habe ich ein A, welches einer 1 entspricht. In Chemie habe ich ein B+ (entspricht einer 2+) Und in Englisch und Algebra habe ich ein C (eine 3). Besonders in Englisch habe ich mich ziemlich hochgearbeitet. Am Anfang des Quarters stand ich noch auf D (-).

Was ist meine Meinung zum amerikanischen Schulsystem und Schule insgesamt?
Hier läuft alles anders. Manche Sachen besser und manche schlechter als in Deutschland. Das was mich hier am meisten stört ist, dass man nicht so tief in die Thematiken geht, man versucht nicht das "Warum" zu klären, sondern es ist einfach so. Aufgrund dessen, ist ein Thema auch viel schneller beendet.
Was ich hier deutlich besser finde, ist die Benotung, denn es gibt keine mündlichen Noten: Ein Vorteil für Leute, wie mich. Außerdem finde ich, dass die Leistung so fairer bewertet kann.
Bewertungsgrundlagen sind Tests, Quizze und Hausaufgaben. Man muss hier alle seine Hausaufgaben abgeben und dafür bekommt man seine Punkte. Tests und Quizze hat man hier deutlich häufiger, mindestens alle zwei Wochen, wenn nicht manchmal sogar jede.

Was hier einfach anders ist, ist der Umgang mit den Leuten. Schüler sind immer freundlich, herzlich und hilfsbereit. Wenn man an Leuten, die man kennt vorbeigeht, grüßt man immer oder lächelt wenigstens.
Die meisten Lehrer hier sind nicht besonders autoritär vom Verhalten her. Zwar hören die Schüler gut auf ihre Lehrer, aber dennoch verhält man sich gegenüber den meisten Lehrern, als wenn man befreundet wäre, man macht Quatsch, redet über komisches Zeug und macht sich übereinander lustig. Mitunter ist es sogar üblich, dass ein Schüler mitten im Unterricht zum Lehrer geht um ihm lustige Videos auf dem Smartphone zu zeigen - würde man in Deutschland wohl eher weniger machen...

Bis jetzt macht mir Schule hier wirklich Spaß und ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Semester, da mein Stundenplan dort nochmal anders aussieht.

Montag, 10. Oktober 2016

Heimweh, Kontakt nach Hause etc.

Nun bin ich schon zwei Monate weg von meinem normalen Leben zuhause und hier in meinem Abenteuer. Wie sieht es aus bei mir?
Dieses Gefühl, dass einem im nächsten Moment die Tränen kommen könnten. Ist das Heimweh? Oder liegt es doch nur an den Zwiebeln, die man gerade schneidet? In meinem Fall liegt es wohl eher an den Zwiebeln. Ich meine, ich war noch nie ein Mensch, der schnell Heimweh bekommt, ich habe es immer genossen, etwas Abstand zum Alltag zu haben. Aber ein Urlaub ist etwas komplett anderes, als das, was ich hier mache. Ein Jahr bei einer Familie zu leben, die eigentlich Fremde sind und die einen anhand von irgendwelchen Unterlagen ausgewählt haben ist einfach etwas anderes.
Aber wie sieht es mit Kommunikation nach zuhause aus? In einer Welt, in der man überall mit allen vernetzt ist, in der man keine Briefe mehr schreiben muss um dann wochenlang auf eine Antwort zu warten. Heutzutage ist man nur noch einen Klick von seinen sozialen Kontakten entfernt. Die Kilometeranzahl spielt überhaupt keine Rolle mehr mit WhatsApp, Facebook und Co.
Also, was soll ich sagen? Der Kontakt nach Hause ist relativ gut. Mein Kontakt zu meinen Eltern manchmal täglich. Ob es das ist was ich möchte? Ich weiß es nicht. Ich bin mir nicht sicher was besser für mich wäre: Guter und häufiger Kontakt oder doch lieber sehr eingeschränkter. Ich denke es gilt als eine der ersten Aufgaben eines Austauschschüler, das herauszufinden. Ich habe noch keine perfekte Lösung gefunden.
Ich schreibe und telefoniere mit meinen Eltern, häufig aber weil ich Probleme mit dem Laptop oder mit dem Handy habe. Ich denke, dass der Kontakt mit der Zeit schwächer werden wird.
Da die Schule begonnen hat, habe ich sowieso nicht mehr viel Zeit. Vor der Schule wird die Zeit immer knapp sein und nach der Schule ist es in Deutschland schon längst Nacht - Danke, Zeitverschiebung!
Ich bin der Meinung, dass man nur viel Kontakt nach Deutschland hat, wenn man nichts zu tun hat. Je mehr man macht, desto weniger denkt man über die Geschehnisse zuhause nach.
Jetzt habe ich ewig lange geredet und die Frage ob ich Heimweh hätte doch immer wieder schlau umgangen. Nun gut, ich werde mich der Frage jetzt stellen: Nein, ich habe kein Heimweh...noch nicht. Zumindest nicht nach Personen. Ich vermisse eher meine wohnlichen Verhältnisse und das Essen als meine Familie - das klingt sehr grob und es ist nicht so als ob ich meine Familie nicht über alles liebe, aber es ist Tatsache. Zuhause hat man immer seine Routine, was isst man zum Frühstück, was zum Abendbrot? Und hier? Hier sucht man vergeblich nach den leckeren Sachen, die man routinemäßig isst.
Es ist halt alles anders hier, aber nicht alles anders im Sinne von schlechter oder besser. Es ist einfach so, dass man sich in der Kultur und Gesellschaft, in die man hineingeworfen wurde, einfach erstmal einen Platz suchen muss und das versuche ich. Es ist zwar nicht immer leicht und man fühlt sich nicht immer am richtigen Platz, aber dennoch, ein Versuch ist es wert!

Was vermisse ich bis jetzt am meisten?
Ich bin eigentlich eine Person, die nicht gerne über Gefühle redet, aber ich verspüre das Verlangen, es mal niederzuschreiben. Ich weiß, jeder kann das hier lesen, aber Ehrlichkeit schadet niemanden, oder? Das klingt jetzt irgendwie so, als ob etwas schlimmes folgt...Dabei vermisse ich nur meine schöne Dusche zuhause. :D Das meine ich ernst. Meine Dusche hier ist definitiv nicht für meine Größe ausgelegt und das ist schon nervig...Und wie schon vorherig gesagt, ich vermisse das Essen zuhause. Ich ernähre mich hier deutlich ungesunder, was mich nervt, allerdings bin ich selber daran schuld, dass ich mich so ernähre. Ich hoffe wirklich, dass ich nicht als Tonne zurückkomme...But I'm in love with my peanutbutter-jelly-sandwiches and with Rice Krispies. I know they are unhealthy; but, I don't care!

Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten, wie es mit Heimweh etc. aussieht.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Homecoming...Das große Thema des Schulbeginns

Schön, dass du dich mal wieder auf meinen Blog verirrt hast. Ich habe eine Weile nichts mehr gepostet, da ich einfach keine Zeit gefunden habe. Ich hätte niemals gedacht, dass Schule so viel Zeit in Anspruch nehmen kann...Naja, egal, kommen wir zum eigentlichen Thema: Homecoming!
Weißt du überhaupt, was das ist? Eigentlich dachte ich ja, dass jeder weiß, was das ist, aber leider musste ich feststellen, dass die meisten gar keine Ahnung haben...
Homecoming ist eine Woche lang. In der Zeit wird die Heimkehr in die Schule gefeiert. Jeden Tag gibt es ein bestimmtes Thema, nachdem man sich kleidet, im Anschluss gibt es das Homecoming-Footballgame und den Homecoming-Dance.

Wie lief es in meiner Schule ab?
Am Montag durften wir alle in Pyjama in die Schule kommen, sogar die Lehrer sind größtenteils in Pyjama erschienen, was schon komisch anzusehen war. Das witzige war, dass wenn alle Personen in einem Kurs verkleidet waren, es Donuts von der Schule gab!
Am Dienstag hieß es dann "Tourists", naja eigentlich nicht schwer für einen Austauschschüler, allerdings heißt es je crazier, desto besser. Da das Oberthema für diese Woche "Haiwaiian Vacation" hieß, kamen alle in Hawaiihemden mit Sonnenhut und Sonnenbrille. Sogar die gesamte Schule war geschmückt mit Blumen, Kokosnüssen und so weiter.
Mittwoch hieß es dann "Wacky Winter Wednesday". Perfekt, dachte ich mir nur, allerdings ist mir beim Shoppen dann aufgefallen, dass es kaum schon Winterkleidung gab, insofern war ich leider nicht ganz passend gekleidet, im Gegensatz zu manchen Personen, die wirklich in kompletter Ski-Montur inklusive Helm und Brille erschienen sind...Wie die den Tag überlebt haben, ist mir ein Rätsel... :D
Der Donnerstag war dann "Sand and Water". Die 11. und 12. Klässler waren Wasser, alle darunter Sand. Und für alle, die jetzt immer noch keine Ahnung haben, was das Thema war: Wasser hieß, dass man komplett blau angezogen kommen sollte und alle die Sand waren, mussten weiß kommen.
Und nun kommen wir auch schon zum coolsten Tag, dem Freitag...Nicht, weil es der letzte Tag der Schulwoche ist...sondern weil wir in unseren Schulfarben kommen mussten: Maroon and Gold. Ich habe noch nie so einen Schoolspirit erlebt, es war wirklich unglaublich. Extrem viele waren wirklich nur in Maroon und Gold unterwegs zusammen mit unseren Schultier, dem Tiger! An dem Tag war dann auch das Footballspiel. Da Homecoming war, war das Spiel besonders und es sind deutlich mehr Leute zum Spiel gekommen. Es wurde angefeuert, geschrien, getanzt und gesungen bis zum geht nicht mehr. Und natürlich haben unsere Footballer gewonnen!
Und dann kam der Samstag: Der Homecoming-Ball.
Ich war unglaublich nervös und aufgeregt, weil wir das in Deutschland ja nicht haben.
Zu dem Ball kann man alleine gehen oder mit seinem Date. Das coole ist, dass Homecoming wirklich so abläuft, wie man es aus Filmen kennt. Der Junge muss das Mädchen mit einem Plakat fragen. Und ja, ich wurde auch mit einem süßen Plakat gefragt! Insofern hatte ich sogar ein Date, was mich tierisch gefreut hat, weil es den Tag halt "komplett" gemacht hat.
Ich wurde also um 18 Uhr abgeholt zum Fotos machen mit anderen Leuten. Wir sind in einen Park gefahren und haben dort die Möglichkeit gehabt wirklich gute Fotos zu machen. Anschließend ging es dann zu einer aus der Truppe nach Hause, wo wir dann noch ein bisschen rumsaßen und Pizza gegessen haben. Ich hatte wirklich unglaublich viel Spaß dort! Der Ball ging von 19 bis 23 Uhr, allerdings sind wir später als 19 Uhr hingegangen. Eigentlich kann man sich diesen Ball wie eine Disko vorstellen: Laute Musik, bunte Licher und tanzende Leute. Obwohl ich nicht tanzen war hatte ich ziemlich viel Spaß. Wir hatten eine Fotobox, wo man irre lustige Fotos machen konnte und ich habe mit einigen die Bottle-Flip-Challenge gemacht.
Komisch war, dass eigentlich alle Mädchen total unbequeme Schuhe anhatten, sodass sie in der Schule dann barfuß unterwegs waren...ich auch. Ich hatte mir zwar neben meinen High Heels auch flache Schuhe gekauft, allerdings hat das nicht viel gebracht.
Nach dem Ball war ich noch ein wenig mit meinem Homecoming-Date chillen, bevor ich dann um ein Uhr zuhause war...und dann feststellen durfte, dass ich mein Handy irgendwo liegen gelassen hatte. Zum Glück nur im Auto von meinem Date, sodass ich es heute, am Sonntag, wiederhatte.
Und nun beginnt morgen wieder der Schulalltag, da diese Woche leider schon zuende ist.
Insgesamt war diese Woche ein unglaubliches Erlebnis, dass ich hoffentlich niemals vergessen werde.



Freitag, 16. September 2016

Komische Konversationen, Sprüche und Fragen

Da ich schon von Anfang an ein paar Sprüche gehört habe, die ich definitiv gut genug finde um sie aufzuschreiben, habe ich mich dazu entschlossen, diese auch mit euch zu teilen.

Und es geht direkt in Deutschland los. Für mein Visum musste ich nach Frankfurt fahren, da man sein Visum persönlich beantragen muss. Natürlich muss man eine Sicherheitskontrolle durchlaufen und in dem Moment war ich total nervös und das ist dem Sicherheitsmitarbeiter aufgefallen:
Security: "Bist du nervös?"
Ich: "Ja"
Security: "Warum denn?"
Ich: "Das ist hier alles so ungewohnt."
Security: "Du brauchst nicht nervös zu sein. Du musst erst nervös sein, wenn wir nervös sind!"
Und schon hatte ich wieder ein Grinsen auf dem Gesicht.


Nächste Situation. Wieder in Deutschland. Oder noch in Deutschland. Diesmal springen wir zu der Stelle, an der ich meine erste Email an meine Gastfamilie geschrieben habe, beziehungsweise an die Stelle, an der ich die Schlussformel geschrieben habe und ich dann das geschrieben habe: <3
Meine Mutter beim Lesen: "Best wishes kleiner als drei? Hä, was soll das denn heißen?"
Ich: "Mama...Das ist ein Herz..."

Und nun befinden wir uns in Amerika. Ich werde die Person, die das gesagt hat nicht benennen, aber es war ihre erste Frage an mich:
Amerikaner: "Do you guys drink a lot beer in Germany?"


Amerikaner: "Do you wanna eat a Bratwurst?"
Ich: "Ehm, no. I don't like to eat Bratwurst."
Amerikaner: "But it's German?!"

Amerikaner: "Maybe it's a stupid question but do you have water melon in Germany?"

Amerikaner: "Do you have bananas in Germany?"

Amerikaner: "Do you have cupcakes in Germany?"

In der Schule: "So girls in Germany do their eyebrows too." 

Und: "Is your dad Hitler or so?"
Diese Frage fand ich sehr geschmacklos...Und solche Fragen durfte ich leider schon häufiger hören.



Ich habe so getan, als würde ich meine kleinste Schwester in den Mülleimer werfen...
Ich: "Should I throw you away? Should I?"
Liberty: "Don't throw me up!"
Ich habe mich kaputtgelacht. Sie ist so niedlich. :)

Dienstag, 6. September 2016

My first day of school!

Heute war es soweit und ich konnte endlich meinen ersten Schultag antreten! Ich werde euch im folgenden mal ein bisschen schildern, wie mein Tag abgelaufen ist.
Heute morgen bin ich um 5:30 am aufgestanden und habe mich fertig gemacht. Mein Lunch muss ich mir selber machen. Da ich seit ich hier bin nicht mehr ganz so gesund lebe, wie zuhause, sah mein Lunch auch nicht sehr gesund aus. Cookies, Rice Krispies, zwei Sandwich (eins mit Peanutbutter und Erdbeermarmelade und das andere mit Peanutbutter und Nutella) und eine Banane...Einen gesunden Teil muss das Lunch schon haben...
GO TIGERS!

Normalerweise würde ich mit dem Fahrrad zur Schule fahren, da ich allerdings zwei Taschen schleppen musste und keinen Gepäckträger am Fahrrad habe, bin ich doch lieber gelaufen. Normalerweise beginnt der Unterricht hier um 7:50 am, da ich aber mein Laptop noch bei der Technik vorbeibringen musste und ich auch noch etwas Zeit zum Öffnen von meinem Locker (Schließfach) einberechnen musste, stand ich um kurz nach halb acht in der Schule. Dort bin ich dann zu meinem Locker gehetzt, den ich erst beim achten Versuch öffnen konnte...Die Schlösser sind total der Horror...und habe meine Tennissachen hineingestopft. Dann ging es auch schon zum Laptop abgeben. Die Leute dort haben es nicht hinbekommen, mich ins WLAN einzuloggen...Nach keine Ahnung, wie vielen Versuchen, sollte ich es versuchen und, siehe da, es hat beim ersten Versuch funktioniert. Warum es bei den Technikern nicht funktioniert hat ist mir ein Rätsel, aber vielleicht hatten sie Probleme mit einer deutschen Tastatur. Natürlich bin ich durch dieses Dilemma auch noch zu spät zu meiner ersten Stunde gekommen. Glücklicherweise hat man hier einen Bonus als Austauschschüler, sodass es mir niemand übel genommen hat. Nach dem ersten Blick ins Buch habe ich auch schon festgestellt, dass ich die gesamten Themen schon in der neunten oder zehnten Klasse hatte - eigentlich super...nur leider bin ich nicht die hellste in Algebra, sodass es mir wahrscheinlich nicht den größten Vorteil sichern wird.


Nächste Stunde - Basic Foods! Leider haben wir noch nicht gekocht, sondern erstmal Organisatorisches besprochen, wie eigentlich immer in einer ersten Stunde nach den Sommerferien. Wir haben eine Liste mit Gerichten, die wir gerne kochen möchten, erstellt. Dort habe ich dann natürlich ein paar deutsche Gerichte aufgeschrieben, worüber sich meine Lehrerin gefreut hat. Und dann war auch dort die Stunde zu Ende und ich bin zum nächsten Raum gerannt. Auf das Fach Yearbook war ich total gespannt, denn ich habe absolut keine Ahnung, was man dort genau macht. Richtig gelesen, ich habe...und nicht ich hatte, denn ich weiß es immer noch nicht.

Mein Yearbook-Lehrer erinnert mich doch allen ernstes an einen Lehrer von meiner deutschen Schule...Ich möchte keine Namen nennen, aber es ist ein Lehrer, der gerne auf seinem Stuhl durch die Gegend rollt...Vielleicht wissen ein paar Spezialisten ja, wer gemeint ist. :D

Und dann kam das Highlight - der Chor! Ich habe noch nie so einen tollen "Unterricht" erlebt. Es hat einfach total Spaß gemacht und der Lehrer ist einfach gut! Wir haben auch schon direkt das erste Lied gesungen, wobei ich finde, dass sich der Chor richtig schön angehört hat. Da der Chor in meine Lunchpause fällt, hatte ich nicht wirklich Zeit zum Essen. Essen kann ich scheinbar immer nur, wenn ich gerade zum nächsten Raum renne, was ich, als eine Person, die immer so ein leichtes Hungergefühl verspürt, nicht so grandios finde. Nach dem Chor haben dann die nicht so witzigen Fächer angefangen, angeführt von Chemie...Ich habe ja eigentlich gedacht, dass der Chemieunterricht hier leichter werden würde, als in Deutschland - falsch gedacht! Schon auf dem ersten Zettel sind mir mol und anderes wieder ins Auge gesprungen...Das wird bestimmt super *Ironie*.

Vor Englisch hatte ich am meisten Magengrummeln. Allerdings ist der Lehrer sehr nett, aber definitiv eine Person, die gerne schnell redet...Er hat uns direkt einmal gezeigt, wie viele Bücher wir in dem Jahr lesen werden...Es sind bestimmt fünf Bücher - na super...Wie soll ich es schaffen noch Bücher zu lesen, wenn ich erst um halb sechs zuhause bin und dann noch Hausaufgaben machen muss? Irgendwie wird es schon klappen, aber dafür muss ich mir echt noch etwas einfallen lassen.

Die letzte Stunde hatte ich US History und dieser Unterricht ging direkt mit einem kleinen Test los - und immerhin, ich habe 13/30 Punkten erreicht. Ich denke, dass Geschichte hier eines meiner Lieblingsfächer werden wird, einfach, weil der Unterricht jetzt schon Spaß macht und ich es toll finde, dass mein Tennis-Coach das Fach unterrichtet.

Apropos Tennis: Eigentlich hätte ich heute ein Match gehabt, ist wegen dem schlechten Wetter aber ausgefallen - Schade. Es wäre eine tolle Erfahrung gewesen, allerdings werde ich hier bestimmt noch das ein oder andere Match mitspielen.


Was ich an dem heutigen Tag besonders gut fand, ist, dass die Lehrer und Schüler hier sehr freundlich miteinander umgehen - aber anders freundlich, als in Deutschland. Hier fragt jeder jeden, "was so läuft", wie es einem geht, und was man in den Ferien gemacht hat, aber nicht im Unterricht, sondern, wenn man im Flur aneinander vorbeiläuft.


Und nun noch, was ich heute leicht gruselig fand: In der Schule laufen überall Security-Leute rum und auch die Eingangstüren werden nach Unterrichtsbeginn alle abgeschlossen. Außerdem habe ich mich heute mehrmals erschrocken, als die Schulglocke losging. Anders als bei uns, läutet die Glocke hier nach jedem Stundenbeginn und nach dem Ende. Hier gibt es das "Der Lehrer beendet den Unterricht" nicht. Sobald die Glocke läutet, stürmen alle Schüler raus, ob der Lehrer will oder nicht.





Samstag, 3. September 2016

Football!

Das erste Footballmatch zwischen zwei High Schools ist immer etwas besonderes. Gestern war es dann so weit und das erste Match meiner Schule wurde ausgetragen!
Da ich mich eigentlich eher weniger für Football interessiere wollte ich eigentlich nicht hingehen, glücklicherweise haben meine Gasteltern mich aber gezwungen, hinzugehen. 

Vom Spiel selber habe ich nicht wirklich viel verstanden, allerdings war das Fanverhalten einfach super. Ich stand mit einigen anderen auf der Tribüne. Wir haben getanzt, gesungen und geschrien. Der Fangesang war unglaublich und jeder hat sich super mit jedem verstanden. Ich habe sehr schnell Anschluss zu Seniors und Juniors gefunden. 
Zu jedem Footballmatch gibt es ein Thema, so hatten wir dieses Jahr das Thema "Beach", weswegen alle in Strandoutfits, mit Wasserball und Blumenketten erschienen sind. Da ich von den Themen nichts wusste, wurde mir von einer Freundin direkt eine Blumenkette verpasst. 
Wir hatten super viel Spaß und das beste: Wir haben gewonnen!!!
Also ging es nach dem Spiel direkt noch Essen. Ein paar Freunde haben mich mitgenommen und so sind wir zu einem Restaurant nach Rochester gefahren. Und dann standen wir dort...und hatten dann doch keine Lust auf das Restaurant. Nach einer kleinen Diskussion sind wir dann alle wieder ins Auto und dann zu McDonalds gefahren! Also haben wir uns um halb zwölf in der Nacht Pommes und Burger gegönnt. Klingt komisch - ist auch komisch. Dann saßen wir lange bei McDonalds, haben geredet, Snapchat-Namen ausgetauscht und jede Menge Quatsch gemacht.
Irgendwann um halb eins wurde ich dann zuhause abgesetzt und bin todmüde ins Bett gefallen. 


Stewartville High School - Mein Stundenplan

Im Gegensatz zu Deutschland, hat die Schule hier noch nicht angefangen. Hier beginnt das neue Schuljahr erst am sechsten September. Allerdings laufen die Extracurricular Activities im Bereich Sport schon seit dem 15. August. Da ich mich für Tennis angemeldet habe, darf ich jeden Tag (Montags bis Freitags) zur Schule radeln um am Training teilzunehmen, welches von 9-11am ist. Sobald die Schule anfängt, ist das Training dann aber nach offiziellem Schulschluss von 3:15-5:15pm.
Mein Stundenplan

Und nun zum eigentlichen Teil. Meine Fächer. 

In Amerika ist es so, dass jeden Tag die gleichen Fächer unterrichtet werden. 
Als Austauschschüler muss man bestimmte Fächer wählen, so bspw. Englisch und US History. Daneben müssen noch mindestens zwei weitere akademische Kurse gewählt werden. Ich habe mich für Algebra und Chemie entschieden. Zudem habe ich für dieses Halbjahr Basic Foods, Yearbook und Concert Choir gewählt. Im zweiten Halbjahr werde ich, neben den akademischen Kursen, Creative Writing, Drawing und auch Concert Choir besuchen. Anschließend habe ich dann immer Sport.
Ich finde meinen Stundenplan wirklich toll und ich bin gespannt, was mich im Unterricht erwarten wird.